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über das Leben einer Mom(preneur!)

Mit Baby und Kinderwagen im Zug reisen

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Ferienzeit ist Reisezeit! Da der Bub zum Skifahren noch viel zu klein ist, habe ich dieses Mal beschlossen die Sportferien bei den Grosseltern zu verbringen, die ca. 750 km von uns entfernt wohnen. Dazu kam ich auf die glohreiche Idee mit der Deutschen Bahn zu reisen. Falls ihr jemals vor habt mit Kinderwagen und Co. mit der DB zu reisen, lest vorher hier meine Erfahrungen.

Mit Kinderwagen in der DB – die Hinfahrt

Nie wieder! Nie nie wieder! Das es stressig wird – vor allem mit dem Umsteigen – wusste ich vorher. Nachdem ich im ersten Zug Sack und Pack nach oben in die erste Klasse geschleppt habe war ich schon mal komplett durchgeschwitzt. Und eigentlich war dort auch nicht wirklich Platz für den Kinderwagen. Also musste ich den auch noch zusammenklappen und irgendwo im Gang so verräumen, dass andere Fahrgäste noch durchkommen. Der „nette“ Schaffner gab mir dann den guten Tipp, den Kinderwagen doch unten vor der Tür stehen zu lassen. Klar, vor der Tür … die beste Gelegenheit für jeden einen neuen Kinderwagen mitzunehmen. Steht unbeaufsichtigt bereit vor der Tür in der DB! Also greift zu!!! Da wird doch einem erzählt man solle sein Gepäck nicht unbeaufsichtig lassen, aber so ein Kinderwagen, ja den kann man ruhig stehen lassen.

Umsteigen, der blanke Horror! In meinem jugendlichem 😉 Wahnsinn habe ich doch wirklich geglaubt, dass mir das Zugpersonal bei den Treppen im Zug mit dem Kinderwagen helfen würde. Pustekuchen sage ich euch! Folgendes bekam ich als Antwort: „Ich muss noch ein anderes Abteil kontrollieren, ich weiss nicht, ob ich ihnen helfen kann.“ Wie bitte? Beim Halt in einem Bahnhof, während Zuggäste ein- und aussteigen muss er ein Abteil kontrollieren? Wahrscheinlich ist das Personal nicht verpflichtet zu helfen, aber wo bleibt da die Menschlichkeit, wenn man eine Mutter mit Baby im Kinderwagen und Kind an der Hand sieht? Gott sei Dank haben mir da Fahrgäste geholfen.

Im darauffolgenden Zug habe ich meiner Grossen etwas aus dem Bordbistro versprochen. Immerhin hat sie so gut mitgemacht und mitgeholfen mit dem Bub wie sie nur konnte. Im Bordbistro angekommen, wurde ich mit den Worten: „Oh nee, jetzt auch noch mit Kinderwagen“ begrüsst. Super oder? Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht auf den Mund gefallen bin. Also fragte ich nochmal nach. Wie bitte? Was haben sie da gerade wegen meinem Kinderwagen gesagt. „Nix, nix! Schon gut“.

Oh man, das muss wohl mein Pechtag gewesen sein! Stressfaktor 100%!

Die Rückfahrt

Das kann doch wohl nicht sein, dass man in die DB keinen Kinderwagen mitnehmen kann ohne in völligstes Chaos zu geraten. Also tat ich das, was ich schon vor der Hinfahrt hätte tun sollen. Unseren beliebten Herr Google fragen. Und siehe da. Google präsentiert mir eine Seite wo sie ein Kleinkindabteil empfiehlt. Oh man, ich Dummerchen. Auf der Rückfahrt mach ich es besser. Auf ins Kinderabteil.

Als der Zug am Bahnsteig anhielt und der Schaffner ausstieg, kam er direkt aus mich zu und fragte ob ich ins Kinderabteil möchte. Gibt es ja gar nicht. Heute ist mein Glücksstag! Das positive vorweg: Gleich neben dem Abteil ist ein extra Platz für Kinderwägen reserviert. Perfekt. Besser kann es doch gar nicht mehr werden. Und das ich in der 2. Klasse reise, obwohl 1. Klasse gebucht ist mir in dem Moment auch egal. Als mir dann der Schaffner die Tür zum Kinderabteil öffnete traute ich meinen Augen nicht. Was auf der Webseite so schön angepriesen wird, sieht in Wahrheit so aus! (Sorry, vor lauter Ekel war ich nicht in der Lage ein paar gute Fotos zu machen). Und das um 8 Uhr morgens. Ich hätte im wahsten Sinne des Wortes kotzen können! Folgendes Kommando für die Grosse: Nichts anfassen. Wir müssen eh gleich umsteigen!

Ich kann euch also beim besten Willen nicht empfehlen mit Baby und Kinderwagen im Zug zu reisen, sofern ihr einmal oder mehrmals umsteigen müsst. Rechnet damit, dass das Personal nicht unbedingt hilfsbereit ist und das eure Reise im Chaos ausartet. Das Kinderabteil meidet ihr am besten. Denn ihr wisst nicht, wer es vor euch benutzt hat und vor allem wie er es hinterlassen hat. Mag sein, dass eine Zugreise mit nem Buggy einfacher zu bewältigen ist. Dazu kann ich leider nichts sagen. Oder vielleicht ist jemand da draussen  und kann mich vom Gegenteil überzeugen? Bin gespannt!

Eure Mompreneur Anna

Autor: Anna

... Mama eines Engels (7) und eines (B)engels, Ehefrau und Entrepreneur im Bereich Online Marketing. Hier blogge ich über mein Leben als Mompreneur zu Themen rund um Kind und Job.

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