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über das Leben einer Mom(preneur!)

Mutterschaftsurlaub in der Schweiz – man hat schon Pferde kotzen sehen!

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Aus aktuellem Anlass (Jupidu, wir bekommen noch ein Baby :-)) habe ich mich mal erkundigt wie es denn mit dem Mutterschaftsurlaub in der Schweiz aussieht. Damals, als unsere Grosse zur Welt kam, hat es mich nicht sonderlich interessiert, da ich noch im Studium war und alles mit den Semesterferien perfekt hingehauen hat. Jetzt, wo ich selbständig bin, interessiert es mich doch wie das Gesetz in der Schweiz den Mutterschutz regelt. Im Vordergrund stehen natürlich die zwei Fragen: wie lange vor dem errechneten Geburtstermin und wie lange nach der Geburt sich eine Frau eine Pause vom Job gönnen darf.

Ab wann beginnt der Mutterschaftsurlaub?

Eine schwangere Frau muss bis zum Tag der Geburt an ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Das muss man erstmal sacken lassen. Von Mutterschaftsurlaub geschweige denn von Mutterschutz kann hier wohl nicht die Rede sein. Das Gesetz sieht hier also keinerlei Bedarf eine werdende Mutter und ihr Ungeborenes zu „schützen“. Wenn ich so zurückdenke … ca. 8 Wochen vor der Geburt meiner Tochter waren die Lehrveranstaltungen in der Uni zu Ende. Und ich war ehrlich gesagt heilfroh. Der Bauch war dick, die Füsse nicht mehr zu sehen, der Sommer heiss und ich nicht mehr Herrscher über meine Hormone. In dem Zustand noch arbeiten? Nein Danke! Das Gesetz sieht es an der Stelle wohl anders. Ich kanns schon regelrecht hören: Du bist schwanger und nicht krank! Klar, aber eine Schwangerschaft stellt immer noch den Körper einer Frau vor eine enorme Herausforderung. Aber zurück zum Thema.

Wie lange dauert der Mutterschaftsurlaub?

14 Wochen bzw. 98 Tage

Tja, man hat schon mal Pferde kotzen sehen. Um diese 14 Wochen mal in klare Worte zu fassen: Eine Frau, die in der Schweiz ein Kind bekommt, hat den Anspruch auf 98 Tage bezahlte Tage, die sie mit ihrem frisch geborenem Baby zu Hause verbringen darf. Das sind in etwa 3 bis 3½ Monate. Danach muss sie dann ihr kleines Baby abgeben um wieder arbeiten zu gehen. Und es gibt wirklich Frauen, die es sich nicht leisten können einfach mal für ein halbes Jahr unbezahlt Pause zu machen.

Das Talent auf dem Spielplatz?

14 Wochen – und da sind wir uns ja wohl alle einig – sind definitiv zu kurz!!! In meinem näheren Umfeld gibt es viele Frauen, die mit der Geburt eines Kindes den Job völlig aufgeben oder sich zumindest eine längere Pause gönnen (selbstverständlich unbezahlt). Andere verkürzen ihre Arbeitszeiten bis auf ein Pensum von 30-50%. Schön, dass es die Möglichkeit gibt, jedoch wird weder der Arbeitgeber noch die frisch gebackene Mutter damit glücklich. Während sich nämlich die Mutter tagtäglich zwischen Haushalt, Job und Kind zerreist, streuben sich dem Arbeitgeber die Haare, da sie mal wieder nicht am Arbeitsplatz erscheint, weil das Kind krank ist. Eventuell könnte man ja mal über die Grenzen schauen und sich einiges in Deutschland, Österreich oder auch anderen Ländern abschauen. Ansonsten bleiben zahlreiche, gut ausgebildete Frauen zu Hause und somit das Talent auf dem Spielplatz!

Wie steht ihr zu dem Thema? Wie habt ihr es bei euren Kindern gemacht? Zu Hause geblieben oder wieder arbeiten gegangen?

Autor: Anna

… Mama eines Engels (7) und eines (B)engels, Ehefrau und Entrepreneur im Bereich Online Marketing. Hier blogge ich über mein Leben als Mompreneur zu Themen rund um Kind und Job.

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